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Rekonfigurierung.

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1.4 Überlebenswahrscheinlichkeit

Erfolgreiche Rekonfigurierung erhöht die Überlebenswahrscheinlichkeit spürbar. Dies ist insbesondere dann von großer Wichtigkeit, wenn ein langer reparaturloser Betrieb gewünscht wird, wie zum Beispiel in der (unbemannten) Raumfahrt.

2. Wo kann Rekonfigurierung eingesetzt werden?

2.1 Ausgrenzungsbereiche

Rekonfigurierung kann an allen Schichtengrenzen von Hard- und Software eingesetzt werden. Dabei reichen die Arten der möglichen auszugrenzenden Komponenten von Speicherbereichen, Kommunikationsverbindungen, Prozessoren und ganzen Rechnern bis zu Dateien und Anwendungsprozessen. Als Ausgrenzungsbereich wird nun eine Menge von Komponenten bezeichnet, die als Ganzes ein- und ausgegliedert wird. Dabei ist folgendes zu bedenken:
  • Gleichartige oder ähnliche Ausgrenzungsbereiche sollten disjunkt sein.
  • Es ist meist effizienter, die Ausgrenzungsbereiche gleichartig zu wählen, damit zum Beispiel bei einer Anzahl von Rechnern ein Ersatzrechner jeden fehlerhaften Rechner ersetzen kann. Auf diese Weise bilden alle Rechner gegenseitige Redundanz.
  • Einerseits sollten Ausgrenzungsbereiche möglichst klein gehalten werden, um den Verlust bei einer Ausgliederung klein zu halten; andererseits vereinfachen große Ausgrenzungsbereiche die Rekonfigurierung, da weniger Schnittstellen verändert werden müssen und so der Aufwand sinkt.
  • Nach einer Rekonfigurierung müssen die Ausgrenzungsbereiche eventuell neu festgelegt werden.

2.2 Beispiele für Ausgrenzungsbereiche

  • Speicherbereiche: Das Betriebssystem stellt fehlerhafte Speicherbereiche fest und verhindert deren Benutzung durch Änderungen der Einträge in den Seitentabellen bzw. bei Plattenspeicher im Geräteleitblock.
  • Peripherieankopplungen: Wenn auf ein Peripheriegerät nicht mehr zugegriffen werden kann, kann durch Rekonfigurierung versucht werden, auf einem anderen Weg auf das Gerät zuzugreifen. Diese Möglichkeit steht natürlich nur dann offen, wenn es mehrere physikalische Verbindungen vom Rechner zum Peripheriegerät gibt.
  • Verbindungen zwischen Rechnern: Wenn ein Nachrichtenweg zwischen zwei Rechnern ausfällt, kann, um weitere Fehler zu verhindern, durch Änderung der Wegleit-Tabellen in allen beteiligten Rechnern ein neuer Kommunikationsweg definiert werden:

Hier können also zum Beispiel die Rechner R1 und R2 bei einem Ausfall ihrer direkten physikalischen Verbindung über R6-R5-R4-R3 kommunizieren.
  • Rechner: In großen Netzwerken können einfach ganze Rechner, also Hardware und lokales Betriebssystem, ausgegliedert werden. Wenn auf einem anderen Rechner bereits ein Ersatzprozess angelegt ist, kann dieser die Aufgaben des abgeschalteten Rechners direkt übernehmen; andernfalls muss er in der Lage sein, die Daten von einem fehlerfrei gebliebenen Ort nachzuladen.
  • Rechenprozesse: Da die Rechenprozesse eines Rechners mit seiner Ausgliederung verloren gehen, ist es von Vorteil, wenn gleiche Prozesse in anderen Ausgrenzungsbereichen existieren. Zukünftige Aufträge wenden sich dann an das neue Prozessexemplar.
Wir sehen also, dass sich Rekonfigurierung auf praktisch allen Ebenen eines Rechensystems einsetzen läßt.

 

  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB
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