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Rekonfigurierung.

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3.Verlagerungskriterien: Optimale Verlagerung

3.1 Verlagerungsalternativen

Schon bei Systemen mit relativ wenigen zu verlagernden Komponenten ergibt sich eine große Zahl von Verlagerungsalternativen. Bei a Ausgrenzungsbereichen vor und a-1 Ausgrenzungsbereichen nach einer Rekonfigurierung und v zu verlagernden Komponenten pro Auslagerungsbereich erhalten wir bis zu (a-1)a*v Alternativen, was schon für kleines a und v sehr große Werte ergibt. Natürlich sind dabei viele Möglichkeiten unsinnig.

Der Rekonfigurator hat nun die Aufgabe, eine möglichst optimale Funktionszuordnung zu finden. Um den Begriff „optimal“ zu definieren, gibt es verschiedene Kriterien:

  • Notwendig ist natürlich, dass alle Verlagerungsziele fehlerfrei und ausreichend leistungsstark sind und alle benötigten Funktionen zur Verfügung stellen.
  • Entsprechend der Anforderungen an die Ausfallsicherheit eines Systems müssen auch nach einer Rekonfigurierung weitere Fehler toleriert werden.
  • Soweit möglich sollten Komponenten, die fehlerfreien Ausgrenzungsbereichen angehören, nicht verlagert werden, um den Verlagerungsaufwand und die Verlagerungsdauer möglichst niedrig zu halten.
  • Um die Leistungsfähigkeit des Systems nicht unnötig zu verringern, sollte darauf geachtet werden, die einzelnen Systemteile möglichst gleichmäßig zu belasten.
  • Miteinander kommunizierende Prozesse sollten möglichst nahe beieinander platziert werden, um unnötigen Kommunikationsaufwand und damit Belastung anderer Systemteile zu verhindern. Genauso sollten Aufträge möglichst nahe am Entstehungsort bearbeitet werden.
Diese Kriterien müssen der Situation entsprechend bewertet und gewichtet werden.

3.2 Verlagerungsalgorithmen

Das Problem, nun die optimale Verlagerungsentscheidung zu treffen, ist NP-vollständig. Um trotzdem in akzeptabler Zeit eine vernünftige und zumindest nahezu optimale Lösung zu finden, gibt es unvollständige Suchverfahren, sogenannte Heuristiken. Dabei gibt es unter anderem folgende Ansätze:
  • Der Programmierer legt bereits zur Entwurfszeit das Verhalten im Fehlerfall fest. Er definiert für jeden denkbaren Defekt die möglichen Verlagerungsziele; für Fehler, mit denen er rechnet, kann er sogar die komplette Verlagerungsentscheidung im Voraus treffen. Dies kann jedoch sehr komplex werden, da ja nicht nur ein einzelner Fehler abgefangen werden soll, sondern auch alle möglichen Folgefehler, insofern stößt diese Methode hier an Grenzen. Alternativ kann auch der Bediener im Fehlerfall selbst eingreifen oder die Vorschläge des Rekonfigurators bewerten und dann selbst entscheiden, wie letztlich vorgegangen werden soll.
  • Um die Entscheidung weniger komplex zu gestalten, kann festgelegt werden, dass jede Komponente bzw. jedes Subsystem für sich getrennt ein Verlagerungsziel sucht; die große Gesamtentscheidung wird also in viele kleine Entscheidungen zerlegt. Die Schwierigkeit dabei ist natürlich, dass jedes Teil nur die eigene Sicht kennt und Wechselwirkungen nicht beachtet. Als Kompromiss können auch (Komponenten-)Gruppen definiert werden.
  • Es können sogenannte „Hilfsbewertungsfunktionen“ eingeführt werden. Diese legen eine Suchreihenfolge fest, die relativ schnell zu einer zumindest suboptimalen Entscheidung führen. Hilfsbewertungsfunktionen können zum Beispiel festlegen, dass für komplizierter zu verlagernde Komponenten zuerst ein Verlagerungsziel gesucht wird, in der nicht unberechtigten Hoffnung, dass die anderen dann auch noch untergebracht werden können.

 

  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB
von Helmut Köhler
Siehe auch:
Handelsgesetzbuch HGB: ohne Seehandelsrech...
Arbeitsgesetze
Grundgesetz GG: Menschenrechtskonvention, Europäischer Gerichtsh...
Strafgesetzbuch StGB
Aktiengesetz · GmbH-Gesetz: mit Umwandlungsgesetz, Wertpapiererw...
Zivilprozeßordnung. ZPO
 
   
 
     
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